Angelhaken kaufen – die Quintessenz des Angelns

Der Angelhaken ist eines der grundlegendsten Elemente im Angelsport. Er dient dazu, Fische meist durch Einhaken im Maul zu fangen, und bildet die entscheidende Verbindung zwischen Angelschnur, Köder und Fisch. Die Verwendung von Angelhaken reicht weit in die Menschheitsgeschichte zurück und ist ein zentrales Element in der Tradition der Jagd- und Nahrungsbeschaffung.

Ursprung und Geschichte des Angelhakens

Die Ursprünge des Angelhakens reichen bis in die Altsteinzeit zurück. Archäologische Funde aus China, der Türkei und Ägypten belegen, dass bereits vor über 20.000 Jahren Haken aus Knochen, Muscheln, Holz, Horn oder Dornen gefertigt wurden. Frühe Haken waren häufig geradlinig und spitz, ihre Form allein reichte aus, um den Fisch zu halten. Mit der Entwicklung der Metallverarbeitung entstanden Haken aus Bronze und später aus Eisen oder Stahl – was ihre Effektivität und Haltbarkeit deutlich verbesserte.

Aufbau und Anatomie eines Angelhakens

Ein moderner Angelhaken besteht aus mehreren exakt geformten Bestandteilen, die seine Funktion bestimmen:

  • Öhr (auch: Auge, Schlaufe) / Plättchen: Das obere Ende des Hakens, an dem die Angelschnur befestigt wird. Es kann ringförmig (Öhr), spatenförmig (Plättchen) oder gebogen sein.
  • Schaft/Schenkel: Der gerade oder leicht gebogene Abschnitt zwischen Öhr und Bogen. Die Schaftlänge variiert je nach Einsatzzweck.
  • Bogen: Der gebogene Teil des Hakens, der zur Spitze führt. Der Bogen kann je nach Verwendung enger oder auch weiter geformt sein.
  • Spitze: Die scharfe Hakenspitze dringt in das Fischmaul ein und ist entscheidend für das sichere Haken des Fisches.
  • Widerhaken: Ein kleiner, nach hinten gerichteter Dorn an der Spitze, der ein Herauslösen nach dem Einhaken erschwert. Haken ohne Widerhaken werden als Schonhaken oder sogenannte barbless hooks bezeichnet.

Material, Formen und Varianten von Angelhaken

Angelhaken gibt es in zahlreichen Formen, Größen und Materialien – jeweils abgestimmt auf bestimmte Angeltechniken und Zielfischarten:

Material

Die meisten modernen Haken bestehen aus Kohlenstoffstahl, der hohe Festigkeit und Schärfe bietet. Sie sind häufig mit Korrosionsschutzschichten wie Nickel, Zinn oder schwarzer Beschichtung versehen.

Für das Salzwasserangeln werden oft Haken aus Edelstahl verwendet, die besonders korrosionsbeständig sind.

Die Drahtstärke variiert je nach Einsatz: Dünndrahtige Haken sind ideal für vorsichtige Fische und empfindliche Köder, während dickdrahtige Haken für große, kampfstarke Fische ausgelegt sind.

Formen und Varianten

J-Haken:

Die klassische Form, benannt nach dem Buchstaben „J“. Sie sind in kurzen oder langen Schenkelformen erhältlich und vielseitig einsetzbar – von Teigen, Würmern und Mais bis zu kleinen Köderfischen.

Jighaken (Jigkopf):

Eine Sonderform des J-Hakens mit einem Bleikopf am Öhr oder Schaft. Er beschwert Gummiköder und verleiht ihnen eine taumelnde oder springende Aktion. Form und Gewicht variieren je nach Anwendung.

Circle Hooks (Kreishaken):

Stark gebogene Haken, die sich häufig im Maulwinkel des Fisches festsetzen. Sie verringern Verletzungen und werden oft beim Angeln mit größeren Naturködern verwendet.

Wide-Gape-Haken:

Haken mit besonders weitem Bogen – ideal für voluminöse Köder wie Boilies oder Pellets.

Offsethaken:

Für Gummiköder entwickelt. Der Schaft ist in der Nähe des Öhrs abgewinkelt, wodurch der Köder zentriert sitzt. Die Hakenspitze liegt eng an und reduziert das Hängenbleiben an Hindernissen.

Einzel-, Zwillings- und Drillingshaken:

Mehrere Haken an einem Öhr. Einzelhaken sind gängig für Naturköder und Softbaits, während Zwillinge und Drillinge oft bei Kunstködern wie Blinkern oder Wobblern zum Einsatz kommen, um die Bissausbeute zu erhöhen.

Hakentypen und ihr Einsatzbereich

Die Wahl des passenden Hakens richtet sich nach Zielfisch, Gewässer und Angeltechnik:

Süßwasser

  • Karpfen: Kräftige Karpfenhaken mit kurzem Schaft und starkem Draht, z. B. Wide Gape oder Curve Shank.
  • Forelle: Kleine, feine J-Haken – häufig ohne Widerhaken – eignen sich besonders zum schonenden Zurücksetzen.
  • Zander und Hecht: Beim Angeln mit Naturködern werden größere J-Haken oder spezielle Raubfischsysteme mit Einzel- oder Mehrfachhaken verwendet. Für Kunstköder sind Drillingshaken üblich. Bei Gummifischen ist der Jighaken Standard.
  • Friedfische (z. B. Brasse, Rotauge): Kleine, dünndrahtige Haken mit kurzem Schaft und oft Plättchen statt Öhr. Bei Verwendung von Würmern auch längere Modelle mit zusätzlichen Widerhaken am Schaft zur besseren Fixierung des Köders.
  • Wels (Waller): Extrem robuste spezielle Waller-Haken aus geschmiedetem Stahl – mit großem Bogen und starker Öse – sind notwendig, um den Kräften großer Welse standzuhalten.

Salzwasser

  • Dorsch und Seelachs: korrosionsbeständige J-Haken mit langem Schaft (Long Shank), geeignet für Naturköder wie Wattwurm oder Fischfetzen. Beim Pilkerangeln werden meist Drillinge verwendet.
  • Brandungsangeln: Langschenklige J-Haken, die den Belastungen durch Strömung und Wellengang standhalten – häufig mit spezieller Formgebung von Schaft und Bogen.
  • Schweres Naturköderangeln (z. B. auf Leng, Heilbutt): große, stabile J-Haken oder Circle Hooks mit hoher Tragkraft für voluminöse Köder und tiefes Wasser.
  • Meerforelle: sehr scharfe, dünndrahtige Einzelhaken (oft Wide Gape) – häufig an Blinkern montiert.
  • Thunfisch und Marlin: Für diese Großfische kommen extrem starke, geschmiedete Haken aus Edelstahl oder hochfestem Kohlenstoffstahl zum Einsatz. Größtenteils werden Circle-Hooks verwendet, um Verletzungen zu minimieren und die Hakeffizienz zu erhöhen.

Fazit: Der Angelhaken – klein, aber entscheidend

Ob beim feinen Forellenfischen, dem Karpfenangeln mit ausgeklügelten Rigs oder dem kraftvollen Drill mit einem großen Salzwasser-Räuber – der Angelhaken ist stets das zentrale Bindeglied zwischen dem Angler und dem Fisch. Seine Form, Stärke und Schärfe entscheiden oft über Erfolg oder Misserfolg am Wasser. Wer gezielt und verantwortungsvoll angeln möchte, sollte dem unscheinbaren Haken deshalb ebenso viel Aufmerksamkeit widmen wie der Rute oder Rolle. Denn am Ende hängt alles – buchstäblich – an ihm.

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Angelhaken

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Angelhaken kaufen – die Quintessenz des Angelns

Der Angelhaken ist eines der grundlegendsten Elemente im Angelsport. Er dient dazu, Fische meist durch Einhaken im Maul zu fangen, und bildet die entscheidende Verbindung zwischen Angelschnur, Köder und Fisch. Die Verwendung von Angelhaken reicht weit in die Menschheitsgeschichte zurück und ist ein zentrales Element in der Tradition der Jagd- und Nahrungsbeschaffung.

Ursprung und Geschichte des Angelhakens

Die Ursprünge des Angelhakens reichen bis in die Altsteinzeit zurück. Archäologische Funde aus China, der Türkei und Ägypten belegen, dass bereits vor über 20.000 Jahren Haken aus Knochen, Muscheln, Holz, Horn oder Dornen gefertigt wurden. Frühe Haken waren häufig geradlinig und spitz, ihre Form allein reichte aus, um den Fisch zu halten. Mit der Entwicklung der Metallverarbeitung entstanden Haken aus Bronze und später aus Eisen oder Stahl – was ihre Effektivität und Haltbarkeit deutlich verbesserte.

Aufbau und Anatomie eines Angelhakens

Ein moderner Angelhaken besteht aus mehreren exakt geformten Bestandteilen, die seine Funktion bestimmen:

  • Öhr (auch: Auge, Schlaufe) / Plättchen: Das obere Ende des Hakens, an dem die Angelschnur befestigt wird. Es kann ringförmig (Öhr), spatenförmig (Plättchen) oder gebogen sein.
  • Schaft/Schenkel: Der gerade oder leicht gebogene Abschnitt zwischen Öhr und Bogen. Die Schaftlänge variiert je nach Einsatzzweck.
  • Bogen: Der gebogene Teil des Hakens, der zur Spitze führt. Der Bogen kann je nach Verwendung enger oder auch weiter geformt sein.
  • Spitze: Die scharfe Hakenspitze dringt in das Fischmaul ein und ist entscheidend für das sichere Haken des Fisches.
  • Widerhaken: Ein kleiner, nach hinten gerichteter Dorn an der Spitze, der ein Herauslösen nach dem Einhaken erschwert. Haken ohne Widerhaken werden als Schonhaken oder sogenannte barbless hooks bezeichnet.

Material, Formen und Varianten von Angelhaken

Angelhaken gibt es in zahlreichen Formen, Größen und Materialien – jeweils abgestimmt auf bestimmte Angeltechniken und Zielfischarten:

Material

Die meisten modernen Haken bestehen aus Kohlenstoffstahl, der hohe Festigkeit und Schärfe bietet. Sie sind häufig mit Korrosionsschutzschichten wie Nickel, Zinn oder schwarzer Beschichtung versehen.

Für das Salzwasserangeln werden oft Haken aus Edelstahl verwendet, die besonders korrosionsbeständig sind.

Die Drahtstärke variiert je nach Einsatz: Dünndrahtige Haken sind ideal für vorsichtige Fische und empfindliche Köder, während dickdrahtige Haken für große, kampfstarke Fische ausgelegt sind.

Formen und Varianten

J-Haken:

Die klassische Form, benannt nach dem Buchstaben „J“. Sie sind in kurzen oder langen Schenkelformen erhältlich und vielseitig einsetzbar – von Teigen, Würmern und Mais bis zu kleinen Köderfischen.

Jighaken (Jigkopf):

Eine Sonderform des J-Hakens mit einem Bleikopf am Öhr oder Schaft. Er beschwert Gummiköder und verleiht ihnen eine taumelnde oder springende Aktion. Form und Gewicht variieren je nach Anwendung.

Circle Hooks (Kreishaken):

Stark gebogene Haken, die sich häufig im Maulwinkel des Fisches festsetzen. Sie verringern Verletzungen und werden oft beim Angeln mit größeren Naturködern verwendet.

Wide-Gape-Haken:

Haken mit besonders weitem Bogen – ideal für voluminöse Köder wie Boilies oder Pellets.

Offsethaken:

Für Gummiköder entwickelt. Der Schaft ist in der Nähe des Öhrs abgewinkelt, wodurch der Köder zentriert sitzt. Die Hakenspitze liegt eng an und reduziert das Hängenbleiben an Hindernissen.

Einzel-, Zwillings- und Drillingshaken:

Mehrere Haken an einem Öhr. Einzelhaken sind gängig für Naturköder und Softbaits, während Zwillinge und Drillinge oft bei Kunstködern wie Blinkern oder Wobblern zum Einsatz kommen, um die Bissausbeute zu erhöhen.

Hakentypen und ihr Einsatzbereich

Die Wahl des passenden Hakens richtet sich nach Zielfisch, Gewässer und Angeltechnik:

Süßwasser

  • Karpfen: Kräftige Karpfenhaken mit kurzem Schaft und starkem Draht, z. B. Wide Gape oder Curve Shank.
  • Forelle: Kleine, feine J-Haken – häufig ohne Widerhaken – eignen sich besonders zum schonenden Zurücksetzen.
  • Zander und Hecht: Beim Angeln mit Naturködern werden größere J-Haken oder spezielle Raubfischsysteme mit Einzel- oder Mehrfachhaken verwendet. Für Kunstköder sind Drillingshaken üblich. Bei Gummifischen ist der Jighaken Standard.
  • Friedfische (z. B. Brasse, Rotauge): Kleine, dünndrahtige Haken mit kurzem Schaft und oft Plättchen statt Öhr. Bei Verwendung von Würmern auch längere Modelle mit zusätzlichen Widerhaken am Schaft zur besseren Fixierung des Köders.
  • Wels (Waller): Extrem robuste spezielle Waller-Haken aus geschmiedetem Stahl – mit großem Bogen und starker Öse – sind notwendig, um den Kräften großer Welse standzuhalten.

Salzwasser

  • Dorsch und Seelachs: korrosionsbeständige J-Haken mit langem Schaft (Long Shank), geeignet für Naturköder wie Wattwurm oder Fischfetzen. Beim Pilkerangeln werden meist Drillinge verwendet.
  • Brandungsangeln: Langschenklige J-Haken, die den Belastungen durch Strömung und Wellengang standhalten – häufig mit spezieller Formgebung von Schaft und Bogen.
  • Schweres Naturköderangeln (z. B. auf Leng, Heilbutt): große, stabile J-Haken oder Circle Hooks mit hoher Tragkraft für voluminöse Köder und tiefes Wasser.
  • Meerforelle: sehr scharfe, dünndrahtige Einzelhaken (oft Wide Gape) – häufig an Blinkern montiert.
  • Thunfisch und Marlin: Für diese Großfische kommen extrem starke, geschmiedete Haken aus Edelstahl oder hochfestem Kohlenstoffstahl zum Einsatz. Größtenteils werden Circle-Hooks verwendet, um Verletzungen zu minimieren und die Hakeffizienz zu erhöhen.

Fazit: Der Angelhaken – klein, aber entscheidend

Ob beim feinen Forellenfischen, dem Karpfenangeln mit ausgeklügelten Rigs oder dem kraftvollen Drill mit einem großen Salzwasser-Räuber – der Angelhaken ist stets das zentrale Bindeglied zwischen dem Angler und dem Fisch. Seine Form, Stärke und Schärfe entscheiden oft über Erfolg oder Misserfolg am Wasser. Wer gezielt und verantwortungsvoll angeln möchte, sollte dem unscheinbaren Haken deshalb ebenso viel Aufmerksamkeit widmen wie der Rute oder Rolle. Denn am Ende hängt alles – buchstäblich – an ihm.