Angelblei kaufen – unauffällig und unverzichtbar zugleich
Angelbleie sind ein essenzieller Bestandteil der Angelausrüstung. Ihre Hauptfunktion besteht darin, Köder oder Vorfach auf die gewünschte Wassertiefe zu bringen und die Montage stabil am Angelplatz zu halten. Gleichzeitig spielen sie beim Auswerfen eine entscheidende Rolle, da ihr Gewicht in der Regel präzise und weite Würfe ermöglicht. Obwohl der Name auf das Material Blei verweist, werden heute vermehrt alternative Werkstoffe eingesetzt, um die Umweltbelastung zu reduzieren.
Materialien und Funktionen von Angelbleien
Folgende Materialien finden unter der Bezeichnung „Angelblei“ Verwendung:
- Blei: Das traditionelle Material, geschätzt wegen seiner hohen Dichte und guten Verformbarkeit. Aufgrund der Umweltproblematik (Schwermetallbelastung) wird der Einsatz jedoch zunehmend eingeschränkt.
- Wolfram (Tungsten): Deutlich schwerer als Blei, was eine kleinere Bauform bei gleichem Gewicht ermöglicht – ideal für unauffällige Montagen und feine Angelmethoden.
- Eisen/Stahl: Weniger dicht als Blei, daher bei gleichem Gewicht voluminöser. Auffälliger in der Präsentation, dafür umweltfreundlicher und günstiger.
- Stein: Eine natürliche, ökologische Alternative, oft in spezielle Gussformen oder Befestigungssysteme eingearbeitet. Besonders unauffällig bei sensiblen Angelmethoden.
Hauptfunktionen von Angelbleien:
- Gewichtung: Bringt den Köder schnell in die gewünschte Tiefe und hält ihn dort – selbst bei Strömung oder Wind.
- Wurfweite: Ermöglicht präzise Würfe über größere Distanzen, was vorwiegend in großen Gewässern oder vom Ufer aus entscheidend ist.
- Stabilität: Fixiert die Montage am Grund und verhindert ungewolltes Abdriften.
- Selbsthak-Effekt: Bei bestimmten Montagen – etwa beim Karpfenangeln – sorgt das Bleigewicht dafür, dass sich der Haken beim Biss automatisch im Maul des Fisches verankert.
Merkmale und Varianten von Angelbleien
Grundlegend unterscheidet man folgende Merkmale:
- Durchlaufbleie: Mit zentraler Bohrung oder Röhrchen, durch das die Hauptschnur läuft. Der Fisch spürt beim Biss weniger Widerstand, da das Blei frei gleitet.
- Feststellbleie: Fest mit der Schnur verbunden, bieten sie dem Fisch sofort Widerstand.
Diese Bauarten lassen sich je nach Einsatz weiter spezialisieren:
- Grundbleie: Für das Fischen am Gewässergrund.
- Posenbleie: Dienen dem schnellen Absinken des Köders und gleichzeitig als sensible Bissanzeige.
Angelbleie gibt es in einer Fülle von Formen, die jeweils für spezifische Angelbedingungen und -methoden optimiert sind:
- Kugelblei/Rundblei: Schlichte, runde Form, gut zu werfen – ideal für stehende Gewässer.
- Birnenblei: tropfenförmig, gute Wurfweite, stabil in strömungsarmen Gewässern.
- Stabblei/Olivenblei: Längliche Form mit geringem Wasserwiderstand, perfekt für starke Strömung und präzise Köderführung.
- Sargblei/Flachblei: Flache, kantige Form, die ein Wegrollen in der Strömung verhindert.
- Krallenblei: Mit seitlichen Krallen, die sich am Grund verankern – optimal für strömungsreiche Gewässer.
- Tafelblei: flach und anpassbar, oft im Friedfischangeln für feine Montagen genutzt.
- Schrotblei (Klemmblei): Kleine, geschlitzte Bleikugeln, direkt an die Schnur geklemmt, zur Feinjustierung von Montage und Ködertiefe.
Spezialbleie für unterschiedliche Angelmethoden
Die Wahl des richtigen Bleis ist oft entscheidend für den Fangerfolg. Bestimmte Angelmethoden erfordern spezialisierte Bleie, die auf ihre Anforderungen zugeschnitten sind.
- Posenfischen: Meist kleine Klemm- oder Kugelbleie zum Austarieren der Pose und Halten der Ködertiefe.
- Grundangeln (z. B. auf Karpfen): Häufig schwere Birnen-, Sarg- oder spezielle In-line-Bleie mit Selbsthak-Effekt.
- Flussangeln: In starker Strömung sind Flach-, kantige Fluss- oder Krallenbleie unverzichtbar.
- Brandungsangeln: Schwere, aerodynamische Brandungsbleie mit Ankerkrallen für maximalen Halt in der Brandung.
Spinnfischen: Klassische Bleie sind selten, da Kunstköder oft eigenes Gewicht mitbringen. Es gibt hier jedoch verschiedenste Spezialbleie:
- Jighaken: Fest mit dem Haken verbundenes Blei, um Gummiköder in der Tiefe zu führen.
- Einschraub- und Einsteckbleie: Geben Gummiködern zusätzliches Gewicht oder besonderes Laufverhalten.
- Bullet Weights: Für Texas- und Carolina-Rigs, gleiten gut durch Hindernisse.
- Dropshot-Bleie: Mit Klemmmechanismus am Vorfachende für schwebende Köderpräsentation.
- Cheburashka-Bleie & Bodentaster (z. B. Tiroler Hölzl): Erlauben extrem flexible, natürliche Köderbewegungen.
Fazit: Das Angelblei – nichts geht ohne es
Ob beim feinen Posenangeln, dem schweren Grundangeln auf kapitale Fische oder dem präzisen Spinnfischen – Angelbleie sind unscheinbare, aber unverzichtbare Helfer. Sie bringen den Köder dorthin, wo sich der Zielfisch aufhält, sorgen für stabile Montagen und ermöglichen präzise Würfe. Wer das passende Blei für Gewässer, Strömung und Angelmethode wählt, legt damit den Grundstein für erfolgreiche Fänge.














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